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Über Tilopâ Monk

Tilopâ Monk

Tilopá Monk wurde als Rüdiger Frank am 13.09.1949 in Lutterloh/Celle als Zwilling mit einer Schwester geboren. Er hatte noch zwei ältere Brüder. Am 23.06.2010 ist er in Wuppertal verstorben.

Nachtrag am 17.01.2011 von seinem Bruder Gerald Frank 

Kontakt: kb.frank@t-online.de

Klare Farben und Formen und alles am rechten Platz. Tilopâ Monk friert die Bewegung ein und schafft so Arbeiten von höchster Qualität. Vom Betrachter fordert er ein großes Maß an Feingefühl. Kompromisslos und integer zeigt er einen Weg auf, der den wahren Kenner guter Kunst ansprechen muss. Diese Poesie ist Ausdruck einer entwickelten Persönlichkeit.
Albert Lemont

Ein sehr reduzierter Ausdruck, der Moment, in dem ein Bewusstseinszustand klar und deutlich hervortritt, ist das Hauptziel in Tilopâ Monks Arbeit, wo es darum geht, sich ständig neu zu finden, indem man sich zunehmend wissentlich erkennt. Nicht Gedanken, Meinungen und zufällige Stimmungen sind dabei von Bedeutung, sondern nur noch die reduzierten Abstraktionen eines Ist-Zustands. Indem er nicht Meinungen. Absichten und Vorlieben folgt, wird seine Arbeit zu einer Dokumentation des andauernden Zusammenhangs von Geist und Materie, von Individuum und Masse, sowie von Existenz und Welt. Diese Vorgehensweise entwickelte Tilopâ Monk in einer Zeit, als er als buddhistischer Mönch ordiniert war. Nicht nur die Philosophie, sondern auch die da erworbene Praxis der Selbstfindung dienen ihm als essentielle Bereicherung im künstlerischen Ausdruck.
Evelyn Gutbrod

Tilopâ Monk konzentriert sich in seiner Arbeit auf Ölmalerei, Zeichnungen, Tuschen und Druckgrafik. Das Spektrum seiner technischen Ausdrucksmöglichkeiten in der Malerei erstreckt sich von den Kenntnissen der alten Meister bis zu allen möglichen Experimenten mit neuen Materialien. Seine Farben produziert er meistens selbst nach alten Rezepten und experimentellen Ideen. Dadurch entsteht eine Beziehung zum Wesen der Materie, die für jeden Erkenntnisprozess erforderlich ist. Sowohl in seiner Malerei, als auch in der Druckgrafik wird der Betrachter nicht mit Informationen konfrontiert, die ihn einengen oder in eine bestimmte Richtung lenken. Der Betrachter erfährt eine Abstraktion, die seine eigene Freiheit der Interpretation nicht beschränkt, sondern ihm erlaubt, Selbstfindung durch Betrachtung zu verwirklichen, sofern er daran interessiert ist. Im Sinne von Tilopâ Monk würden dann seine Arbeiten als Meditationsobjekte benutzt.
Dr. Carsten Hohenweider

Kunst ist für Tilopâ Monk ein Weg, die Entwicklung des eigenen Bewusstseins voranzutreiben. Da er selbst sich nicht in die alltäglichen Angelegenheiten des öffentlichen Lebens einmischen möchte, zählt er lieber auf die heilvollen Fähigkeiten der Zeit und bietet mit seiner Arbeit einen Beitrag für Menschen, die selbst bereit sind, Verantwortung für die Höherentwicklung der menschlichen Gesellschaft zu übernehmen, und aus dieser Verpflichtung heraus die nötigen Schritte machen müssen, um sich selbst zu vervollkommnen.
Roman Slotzky

Realisten und Abstrakte haben immer Schwierigkeiten gehabt, sich zu dulden, heute, wie während der zwanziger oder dreißiger Jahre; denn deren Sensibilität entspringt zwei Welten und zwei Entwicklungen, sozusagen zwei Kulturen. Es ist aber heute unbestreitbar, dass die Sensibilität von Miro, Mondrian oder Tapies ebenso prägnant und tiefsinnig ist wie die der Realisten. Der Beuys - Schüler Tilopa Monk macht keine Ausnahme. Seine Arbeiten sind Ausdruck seiner Philosophie, deren Wurzeln in der ostasiatischen Kultur liegen, nämlich die Reduzierung auf das Wesentliche, auf das Sinnliche. Dieser Prozeß ist enorm zeitaufwendig: Die Befreiung des Geistes bedarf der Meditation, die Meditation erfordert lange Vorbereitung, die Vorbereitung ist ohne die langwierige Studie der alten ostasiatischen Kultur nicht denkbar. So unterscheiden sich auch. deutlich die Arbeiten von Tilopa Monk und anderen Modernen.Man findet bei Kandinsky komplexe Strukturen, bei Miro eher partielle Auseinandersetzungen, bei Mondrian einen fast religiösen Farbzwang. Tilopa Monk ist eher ein Poet. Die Farben sind selne Worte: Richtig ausgesucht, richtig verwendet und ohne "Füllworte". Er ehrt die Farbe, ihre Bedeutung, ihre Ausdrucksstärke, ihre Göttlichkeit. Er ehrt sie nicht nur, er weiß auch damit umzugehen. Und die Farbe dankt es dem Poeten.
Jacques Raymond

Seine groß angelegten, herrlichen Basisfarben und lockeren Formen haben eine intime Nähe zu Vietnams Volkskunst. Der Frühling und Vietnams traditionelles Tet-Fest nähern sich mit dauerhaften, schönen Farben und Parfüms. Die Bilder von Tilopâ Monk vereinen eine mystische östliche Linie mit der modernen abendländischen Schönheit. Dank an Tilopâ Monk für die kräftigen Eindrücke über das Thang Long Land, ein Land, das auf eine reiche und lange Kultur zurückblickt und nun mit Monks eindrucksvollen Bildern in den Frühling eintritt.
THAM DUC TU
Generalsekretär des Hanoier Kunstvereins

Tilopa Monk Farben und Formen sind so frisch, lebendig und kräftig, dass sogar ein häßlicher Mensch, der vor seinen Bildern steht, wieder schön wird. Er wendet die Magie der Schönheit an.
Mr. Luang, Hanoi 1997

Bei einem der bedeutendsten Vertreter des frühen abstrakten Expressionismus, Sam Francis (*1923) dessen Aktionsmalerei aus organisch geformten Farbflecken, die zusammen mit dünnen Farbrinnsalen und Spritzern auf weißem Bildgrund meditative Klänge erzeugen hat der „kontrollierte Zufall“ wie Friedrich Pollock es nennt einen erheblichen Anteil an der Bildkomposition. Jean Miotte (*1926) ist einer der bedeutendsten Abstrakten unserer Zeit. Der von Walter Stöhrer (*1937) mit einer leidenschaftlich akzentuierten informellen Malweise lässt hinter der scheinbar rein abstrakten Kalligraphie Figuratives aus dem Surrealismus einfließen. Die Bilder von Sibylle Kretschmer (*1952) simulieren nichts Ihr Gegenstand ist allein die Farbe und Cristian Hasse (*1931) offenbart in einfacher Strenge Stilformen des Expressionismus und des Kubismus. Farbe und Licht sind auch Mittelpunkt des Schaffens von Reinhard Brandner (*1938) dessen effektvolle Lichtüberlagerungen räumliche Tiefe und pulsierender Rhythmus initiieren. Für Rupprecht Geiger (*1908) ist die Farbe das Wesentliche seiner Malerei, jedoch losgelöst aus ihrer Objektgebundenheit und eingestuft in die Reihe der Elemente – Feuer, Wasser, Luft , Licht. Tilopâ Monk (*1949) ist ein "Poet" unter den Modernen und die Gemälde von Alain Clément (*1941) konzentrieren sich auf kompakte Farbenbahnen mit maximaler Farbintensität. Willi Mayenhofer findet in seinen Bildern einen eigenen unverkennbaren Stil gefühlte Impressionen je nach Stimmung in kräftigen Farben bzw. Pastelltönen auszudrücken. Der Kunstsoziologe Hippolyte Taine (1828-1893), einer der Begründer einer mehr empirisch ausgerichteten Kunstsoziologie spricht zur Präpotenz der technischen Seite der Kunst vor der inhaltlichen: „durch die Feinheit und angeborene Schärfe seiner optischen Beobachtungen überlegen, hat er die Wahrheit begriffen, dass für das Auge die ganze Wesenheit eines sichtbaren Dinges im „Flecken“ besteht…, dass jeder Gegenstand im Gesichtsfeld nur ein durch andere Flecken bedingter Flecken ist und dass auf diese Art das hauptsächlichste Lebewesen in jedem Gemälde die farbige, zitternde, ausgebreitete Luft ist, in welcher die Gestalten schwimmen wie Fische im Meer.“